Hohe Beteiligung bei Heideaktionswoche - ein großer Schritt zur Erhaltung unserer Heide!

Pflegemaßnahmen bei der Heideaktionswoche 2005

Die Werbung über Rundschau, Transparent am Marktplatz und 5000 verteilte Flyer hatten zahlreiche Besucher auf die Problematik der Verbuschung aufmerksam gemacht. 78 Personen von jung bis alt arbeiteten insgesamt 438 Stunden mit großem Einsatz für die Heide. Unter den Helfern konnten mehr als 60 neue Mitarbeiter begrüßt werden.

Von den Mitgliedern und treuen Helfern der Freunde der Perchtoldsdorfer Heide hatten teilgenommen: Edlinde Buzanich, MMag. Irene Drozdowski, Irmtraud Drozdowski, Rainer Drozdowski, Stefan Eisenbach, Elfriede Hüttner, Mag. Maria Kaller, Dipl.-Ing. Ernst Knoll, Christina Kopeczky, Eva Lebschy, Edda Margaritella, Dipl.-Ing. Wolfgang Matzke, Dipl.-Ing. Alexander Mrkvicka, Georg Mrkvicka, Dr. Walter Niescher, Dr. Franz Österreicher, David Pröll, Brigitte Rupsch, Monika Samol-Petrin, Ing. Josef Schaupp und Ing. Herbert Zischka.

An den Pflegemaßnahmen beteiligten sich neben den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide auch die beiden Alpenvereinssektionen Liesing-Perchtoldsdorf und Teufelstein, der Kleingarten- und Siedlerverein Eisfabrik sowie die Deutschmeister. Auch die Mitarbeiter von Heideschäfer Johannes Pfeiffer leisteten in drei vollen Arbeitstagen große Arbeit für den Schutz der Heide.

Vom Weinbauverein - die Weinbauern waren zur Zeit der Aktionswoche intensiv mit der Weinlese beschäftigt und wollten ebenfalls einen Beitrag leisten! - wurden die fleißigen Helfer für ihr Engagement mit einem Heideachterl belohnt.

Entbuschung

Nach den Vorgaben des Pflegeplans wurden der Hang südlich des Naturschutzgebietes sowie ein zweiter empfindlicher Bereich auf der Kleinen Heide, der gesamte Saugraben und große Teile der Großen Heide gepflegt. Einzelbüsche für Vögel und Insekten sowie seltene Rosen blieben natürlich stehen. Die gepflegten Bereiche werden nun im nächsten Frühjahr mit Schafen beweidet. So werden die nachwachsenden Triebe der entfernten Büsche verbissen und stark geschädigt. Die verbleibenden Reste werden im Herbst 2006 noch einmal nachgeschnitten. So ist es möglich die Verbuschung auf der Heide wieder in den Griff zu bekommen und die Heide auch für die Zukunft als wertvolles Natur- und Erholungsgebiet zu erhalten.

Großer Dank gebührt auch allen Sponsoren, die die Aktionswoche zur Heide unterstützt haben: Raiffeisenbank und Bischof Werkzeug Technik unterstützten den Kauf eines Generators. Schlosserei Wolf (Meidling) und Kristallapotheke (Siebenhirten) spendeten den Thermengutschein. Zahlreiche Perchtoldsdorfer Unternehmer nahmen mit dem Kauf einer Fahne an der Aktion Die Vielfalt der Heide ins Zentrum rücken teil, die mit bunten Fahnen am Marktplatz auf den Wert der Heide aufmerksam machen sollen.

Auch in den nächsten Wochen sowie im Frühjahr 2006 wird bei gutem Wetter ein Mal pro Woche die Pflege fortgesetzt werden. Falls auch Sie sich beteiligen möchten melden Sie sich einfach unter mithilfe@perchtoldsdorfer-heide.at oder 0664/815 63 11.

Die einzelnen Pflegetage

Samstag, 08.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 8.10.2005

Gleich am ersten Tag nahmen insgesamt 26 Personen darunter 3 Kinder an den Pflegemaßnahmen teil. Mit diesem großen Einsatz wurde der Südhang im Kröpfgraben unterhalb des eingezäunten Naturschutzgebietes bis auf wenige Sträucher, die stehen bleiben sollen und vor Beginn der Arbeiten mit Absperrband markiert worden waren, vollständig entbuscht. Der bestehende Dornenwall wurde bis zur Hecke entlang des Weges im Graben geschlossen. Auch am östlichen Ende des Kröpfgrabens wurden zahlreiche Büsche und einige Föhren entfernt.

Sonntag, 09.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 9.10.2005

Die 11 TeilnehmerInnen, 3 arbeiteten den ganzen Tag, entbuschten ein besonders wertvolle Fläche auf der Kleinen Heide südlich des Föhrenwaldes, der entlang der Straße zwischen Großer und Kleiner Heide steht. Zahlreiche Eichen mussten entfernt werden. Besonders stark vertreten war auch die Waldrebe (Clematis vitalba). Diese anspruchslose Pflanze ist eine Liane und wächst in Wäldern, Lichtungen, aber auch an Gebüschrändern. Sie bildet sehr schnell einen dichten Teppich, der alle darunter liegenden Pflanzen erstickt. Eine große Gefahr für einen Trockenrasen. Abschneiden ist hier nicht zielführend. Die Pflanze muss ausgerissen und der Stock mit dem Krampen entfernt werden.

Montag 10.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 10.10.2005

Die Arbeiten im Saugraben, die insgesamt drei Tage benötigten, wurden am Ostende von den 10 HelferInnen begonnen. Die Marktgemeinde hatte im Jahr 2000 den Nordhang sowie den "Talboden" frei geschnitten. Seither war nicht mehr entbuscht worden und es hatte sich wieder ein sehr dichter Bestand aus Schlehen sowie Blutrotem Hartriegel gebildet. Auch zahlreiche junge Eschen waren zu finden. Zu Beginn wurden einige Föhren am Ostende gefällt, dann die nachkommenden Büsche geschnitten.

Dienstag 11.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer des OEAV

23 Personen nahmen an den Schneidearbeiten teil, darunter auch die Alpenvereinssektionen Liesing- Perchtoldsdorf und Teufelstein, der Kleingarten- und Siedlerverein Eisfabrik und die Deutschmeister (in Zivil). Mit vereinten Kräften wurde das dichte Schlehengebüsch vollständig entfernt.

Heideaktionswoche Teilnehmer 11.10.2005 Vormittag Heideaktionswoche Teilnehmer 11.10.2005 Nachmittag Heideaktionswoche Teilnehmer der Deutschmeister

Mittwoch 12.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 12.10.2005 Vormittag Heideaktionswoche Teilnehmer 12.10.2005 Nachmittag

Mit weiteren 20 Teilnehmern, wurden die Arbeiten an Nordhang und Talboden des Saugrabens beendet! Dieses Tempo bei den Pflegearbeiten übertraf jegliche Erwartungen! Auch zahlreiche Föhren wurden am Südhang am nördlichen Ende des Saugrabens entfernt. Sie hatten den wertvollen Trockenrasen, der sehr viele Gottesanbeterinnen beherbergt, schon viel zu stark abgeschattet. Auch die über Jahre entstehende Nadelstreu schadet dem Trockenrasen.

Donnerstag 13.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 13.10.2005 Vormittag Heideaktionswoche Teilnehmer 13.10.2005 Nachmittag

11 fleißige Helfer nahmen sich auf der Großen Heide der weitläufigen Mulde nördlich des Gugelhupfes an. Zahlreiche große Büsche, vor allem Weißdorn, mussten mit der Säge entfernt werden, weil sie für die Astscheren bereits zu dick waren. Da in diesem Bereich die vom Aussterben bedrohte Sägeschrecke (Saga pedo) vorkommt, müssen kleine Büsche zum Teil stehen bleiben. Dort lauert die größte Heuschrecke Österreichs auf ihre Beute. Einzelne große Weißdornbüsche und Rosen blieben für Vögel wie den Neuntöter erhalten. Auch entlang der Straße, südlich des Wasserbehälters, wurde der Gebüschstreifen auf eine Buschbreite reduziert. Zwischen den Sträuchern entlang der Straße wurde in den Lücken mit der Mountainbiker-Dornenbarriere begonnen. Die Mitarbeiter von Heideschäfer Johannes Pfeiffer arbeiteten den ganzen Tag mit Motorsäge und Freischneider im Bereich nordöstlich des Kinderspielplatzes und nördlich der Weingärten auf der Großen Heide.

Freitag 14.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 14.10.2005 Vormittag Heideaktionswoche Teilnehmer 14.10.2005 Nachmittag

Die Fläche westlich des Sanatoriums wurde von 13 Freiwilligen in Angriff genommen. Hier war im Frühjahr 2004 geschnitten, Ausläufer von Liguster (Ligustrum vulgare) zum Teil ausgerissen und im Sommer beweidet worden. Beim ersten Schnitt hatte bereits eine dicke Schicht aus totem Pflanzenmaterial und Erde die Wurzelstöcke und zahlreiche Ausläufer bedeckt. Diese hatte sich durch den Wegfall der Gebüsche und die Betrampelung durch die Schafe sehr stark vermindert. So konnten zahlreiche Stöcke und Ausläufer der Ligustergebüsche mit dem Krampen ausgehebelt und vollständig ausgerissen werden. Die Mitarbeiter des Heideschäfers setzten ihre Arbeit am Ostrand der Weingärten fort und transportierten die riesigen Mengen geschnittenen Materials zu den vereinbarten Sammelpunkten.

Samstag 15.10.2005

Heideaktionswoche Teilnehmer 15.10.2005 Vormittag Heideaktionswoche Teilnehmer 15.10.2005 Nachmittag

Mit weiteren 13 Helfern darunter 3 Kindern wurde die Fläche westlich des Sanatoriums fertig gepflegt. Die Dornenwälle im östlichen Bereich der Heidestraße wurden mit dem anfallenden Schnittgut ausgebessert. Die Mitarbeiter des Heideschäfers entbuschten den Nordwesthangbereich des Gugelhupfes und transportierten weiteres Gestrüpp ab.

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