Neben einer sehr erfolgreichen Heidepflegewoche, bei der noch mehr engagierte Freiwillige und erstmals auch Schulklassen dabei waren, war vor allem die Errichtung der Hundeauslaufzone in Heidenähe eine wichtige Neuerung.
Nachdem das Ferienspielprogramm der Heideforscher im Vorjahr so großen Anklang gefunden hatte, wurden von den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide heuer gleich drei Termine zum Entdecken und Erforschen der Heide angeboten. Das Interesse war groß, die Rückmeldungen sehr positiv und die Kinder nahmen viele neue und spannende Eindrücke mit nach Hause.
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Die Heidepflegewoche, die im September von den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide organisiert wurde, übertraf den großen Erfolg des Vorjahres noch um ein Vielfaches!
261 HelferInnen widmeten insgesamt 1083 Stunden ihrer Freizeit der Erhaltung des international bedeutenden Naturgebietes. An den Pflegemaßnahmen beteiligten sich neben den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide die 2b und 3a der VS Roseggergasse, die 5c des BRG Roseggergasse, die Caravelles und Explorer der Pfadfinder & Pfadfinderinnen Perchtoldsdorf, der sozialtherapeutische Verein Morgenstern aus Wöllersdorf, die Alpenvereinssektion Liesing-Perchtoldsdorf, der Kleingarten- und Siedlerverein Eisfabrik, der Gartenbau- und Siedlerverein Perchtoldsdorf, der ÖBB Landwirtschaft Verein sowie die 3a der Sportmittelschule Hetzendorf. Auch die Mitarbeiter von Schäfer Johannes Pfeiffer und die Waldarbeiter der Marktgemeinde Perchtoldsdorf leisteten zahlreiche wertvolle Arbeitsstunden.
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Mehr als 700 BesucherInnen besuchten das Heidefest am 23. September und konnten die Heide bei strahlendem Sonnenschein und vielen kulinarischen Köstlichkeiten genießen. Zahlreiche Familien nutzten das gut betreute Kinderprogramm mit Streichelzoo und Naturbastelecke. Besonderes Interesse galt auch dem Biosphärenpark Wienerwald Informationsstand mit Ausstellung und den lebenden Reptilien des Vereins Regenbogenschlange. An die Vereine und Schulklassen, die an der Heidepflegewoche teilgenommen hatten, wurden von Bürgermeister Martin Schuster und GR. Franz Nigl Urkunden als Dankeschön verliehen. Unter den einzelnen HelferInnen wurden von den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide zahlreiche Preise verlost. Frau Ingrid Beigl aus Wien durfte sich über den Hauptpreis mit Paydorfern im Wert von 150€ freuen.
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Wie schon im letzten Jahr wurde der Zaun rund um das Zieselgebiet für die Silvesternacht mit stacheligem Schnittgut und Absperrband deutlich sichtbar geschützt, um zumindest diesen Bereich der Heide frei von Feiernden und Müllbergen zu halten und auch das Zentrum der Zieselkolonie vor größeren Störungen zu bewahren. 8 fleißige HelferInnen waren mehr als 5 Stunden damit beschäftigt und auch heuer hat sich die Arbeit gelohnt. Der Bereich wurde von allen BesucherInnen als Schutzgebiet akzeptiert und nicht betreten.
Nur wenn den Hundebesitzern eine attraktive Alternative zum Freilauf ihrer Hunde angeboten werden kann, wird die Leinenpflicht auf der Heide erfolgreich sein. Der Heideverein setzte sich daher für die Errichtung einer großen Hundeauslaufzone in der Nähe der Heide ein. Gewählt wurde schließlich eine große Fläche südlich des Kröpfgrabens, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Der Heideverein unterstützte die Gemeinde beim Abstecken der Fläche. Auch der Fahrer des Forstmulchers, der für die Gestaltung zahlreiche Gehölze entfernen musste, wurde vom Heideverein eingewiesen.
3 Helfer entfernten im Saugraben sämtliche kleinen Schlehen, die seit der Heidewoche 2005 nachgewachsen waren.
5 HelferInnen arbeiteten am Hang südlich des Naturschutzgebietes auf der Kleinen Heide und entfernten zahlreiche kleine Sträucher.
Mehr als 700 BesucherInnen besuchten das Heidefest am 23. September und konnten die Heide bei strahlendem Sonnenschein und vielen kulinarischen Köstlichkeiten genießen. Zahlreiche Familien nutzten das gut betreute Kinderprogramm mit Streichelzoo und Naturbastelecke.
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Nun gibt es auch bei jenem Zugang auf die Heide, den die meisten öffentlich anreisenden BesucherInnen nützen, eine allgemeine Infotafel zur Heide. Die Holzrahmen wurden von der Marktgemeinde Perchtoldsdorf in bewährter Weise aufgestellt. Der Druck der Tafeln wurde durch die Beteiligung einiger Heurigenwirte aus dem Sonnbergviertel möglich, die dort nun auf dieser Tafel ihre Ausstecktermine bekannt geben können.
Die Heidepflegewoche, die im September von den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide organisiert wurde, übertraf den großen Erfolg des Vorjahres noch um ein Vielfaches!
261 HelferInnen widmeten insgesamt 1083 Stunden ihrer Freizeit der Erhaltung des international bedeutenden Naturgebietes.
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Diesmal nahmen 22 Perchtoldsdorfer Unternehmen an der Aktion teil. Durch die breite Unterstützung konnte auch im Jahr 2006 eine umfassende Zählung des Zieselbestandes durch zwei erfahrene Expertinnen ermöglicht werden. Dieses Monitoring ist angesichts der niedrigen Zahl der Tiere äußerst wichtig, um den Bestand genauestens zu überwachen und die Schutzmaßnahmen optimal an die aktuellen Bedürfnisse anpassen zu können.
Wir möchten uns für die Teilnahme herzlich bedanken bei: Schlosserei Fürndraht, Kunstschmiede Kumpa, Dachdeckerei Trampler, Heuriger Erwin & Brigitte Sommerbauer, Heuriger Tigerwurth, Heuriger Kas-Nigl, Heuriger Breitenecker Franz und Barbara, Pelzmoden Sladky, Tischlerei Scheuer, Holzbau Distel, Fa. E-solutions, Hotel In Vino Veritas, Gartengestaltung Cigler, Architekt Toifel, Fa. Ökotechna, Yours, Martin Schwab, OFI Finanzservice GmbH, Daily wear fashion, Sportschützenverein Felsenkeller, Gartengestaltung Hojsak, Fa. Kusolitsch
Auf unserer Sponsorenseite können Sie alle Fahnen bewundern.
Wenn auch Sie im nächsten Jahr eine Fahne erwerben wollen, melden Sie sich bitte unter mithilfe@perchtoldsdorfer-heide.at oder 0664/815 63 11 (nur wochentags).
Auch beim letzten Termin stellten sich 16 ganz neue junge Heideforscher ein, die mit Begeisterung auf eine Entdeckungsreise nach den spannenden Tieren und Pflanzen der Heide gingen.
20 Kinder waren gekommen, um die Tiere und Pflanzen der Heide genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach dem bewährten Tastspiel zur Einführung in den Lebensraum, seine Probleme und den nötigen Schutz, gingen die Forscher daran, die Insektenwelt mit Dosenlupen genauestens zu erkunden. Besonders beeindruckte die Kinder die große Raupe des Wiener Nachtpfauenauges, des größten mitteleuropäischen Schmetterlings. Auch einige Ziesel konnten beim Fressen und Umherlaufen beobachtet werden.
Trotz der großen Hitze waren 18 begeisterte Forscher im Alter zwischen 6 und 12 Jahren mit MMag. Irene Drozdowski auf der Heide unterwegs, um die besondere Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Noch im Schatten bastelte jeder aus Zeitungspapier einen Sonnenhut, der mit Naturmaterialien verziert wurde und bei der Durchquerung der Heide Schutz vor der Sonne bot. Nach kurzer Zeit war der Bereich um den Wasserbehälter als kühler, Schatten spendender Forschungsort ausgewählt. In einem Tastspiel wurden verschiedene Gegenstände zur Heide erraten und so die Zusammenhänge und Besonderheiten, Gefahren und notwendigen Pflegemaßnahmen im Lebensraum Trockenrasen spielerisch besprochen.
Dann ging es mit Dosenlupen auf die Suche nach verschiedensten Trockenrasenlebewesen. Die Vielfalt an Insekten begeisterte die jungen Forscher. Anhand verschiedener Pflanzen und Tiere wurden die beeindruckenden Anpassungen an große Hitze und Trockenheit erkundet. Den erfrischenden Abschluss der Expedition bot eine Abkühlung am Heidebrunnen.
Von fünf Helfern wurden zahlreiche Schlehen- und Zwergweichselausläufer südlich des Häuschens auf der Kleinen Heide entfernt, dichte Goldregenbestände ausgelichtet und die Dornenbarriere des Smaragdeichdechsen-Schutzgebietes ausgebessert.
Mehr als 20 Naturbegeisterte hatten sich zur ersten Heideführung unter der Leitung von Dipl.-Ing. Alexander Mrkvicka und MMag. Irene Drozdowski eingefunden. Zahlreiche Frühlingsblüher wie Frühlingsadonis (Adonis vernalis), Traubenhyazinthe (Muscari neglectum), Heidelöwenzahn (Taraxacum laevigatum), Schwarze Kuhschelle (Pulsatilla pratensis subsp. nigricans), Zwergschwertlilie (Iris pumila) und viele mehr waren in voller Blütenpracht zu bewundern.
Acht Helfer entfernten auf der Heide die letzten Schnittguthaufen, besserten die Dornenbarriere in der Nähe des Wasserbehälters aus, die vor allem auf Grund uneinsichtiger Radfahrer in der Kurve aufgebaut wurde und entfernten zahlreiche Schlehen-Ausläufer östlich der Weingärten.
Auf der Großen Heide wurde von 7 Helfern weiteres nicht benötigtes Schnittgut entfernt sowie der untere Dornenwall entlang der Straße fertig gestellt. Inzwischen wurden auf der Kleinen Heide bereits durch Ringeln abgestorbene Bäume von den alten Steinbruchflächen entfernt.
Schon in der Heideaktionswoche hatten sich Mitglieder des Kleingartenvereins Eisfabrik an mehreren Tagen an der Heidepflege beteiligt. Obmann Heinz Hochmayer bot für die Generalversammlung des Vereins die Möglichkeit an, einen Vortrag über die Heide und Ihren Wert zu präsentieren und so noch mehr Mitglieder für eine Mithilfe zu motivieren. MMag. Irene Drozdowski zeigte die Vielfalt und Besonderheiten der Heide in zahlreichen projizierten Bildern. Historische und ökologische Details wurden erklärt und auch aktuelle Probleme für den Erhalt der Heide bzw. Lösungsmöglichkeiten erörtert. Eine Abfolge von 50 Tier- und Pflanzenfotos untermalt von Mozarts Klarinettenkonzert bildete den Abschluss. Die Anwesenden waren begeistert und viele gaben ihre Zusage für eine Mithilfe in der heurigen Aktionswoche von 18. bis 23. September. Auch die Obmänner, des Gartenbau- und Siedlervereins Perchtoldsdorf und des Siedlervereins Eisenbahner, die bei der Veranstaltung anwesend waren, kündigten Ihre Unterstützung an.
Neun fleißige Helfer hatten sich zum ersten Pflegetermin bei traumhaftem Wetter eingefunden. Das Gestrüpp, das zum Schutz des Zieselzauns im Winter aufgeschlichtet worden war, wurde zusammengesammelt und abtransportiert. Teile des dornigen Materials wurden gleich für die Erneuerung der Dornenwälle entlang der Heidestraße verwendet. Gleichzeitig wurde mit dem Auslichten der Föhren an einem wertvollen Nordhang begonnen, auf dem nach dem wissenschaftlichen Pflegeplan ein großer Teil der Gehölze entfernt werden muss.
Auch im heurigen Jahr waren die Volkschulkinder der VS Roseggergasse gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Elfriede Hüttner unterwegs, um die Heide von den großen Mengen an Silvestermüll zu säubern. Zahlreiche Säcke wurden gefüllt und am Wirtschaftshof abgeliefert.
Wer am 1. Jänner auf der Heide spazieren ging, konnte sehen, dass der Silvestermüll jedes Jahr in seinem Ausmaß zunimmt. Vor allem über die gesamte Große Heide verteilt lagen unzählige Flaschen, Verpackungsmüll und tausende Raketen und Kracher - viele davon nicht einmal gezündet. Diese stellen eine besonders große Gefahr für den Trockenrasen dar, denn Schwarzpulver enthält zu 75% Kaliumnitrat. Dieses wirkt als konzentrierter Dünger, sobald es aus den ungezündeten Raketen ausrinnt. Außerdem enthalten Feuerwerkskörper giftige Verbindungen wie Schwermetalle (zum Beispiel Strontium oder Barium), sowie Chlorverbindungen als Oxidationsmittel. Wichtig ist es daher, vor allem die Feuerwerkskörper und Kracher so schnell als möglich aufzusammeln, bevor die Inhaltsstoffe in den Boden gelangen können.
Auch im heurigen Jahr waren wieder zahlreiche Besucher darunter auch viele Hundebesitzer unterwegs um den Müll zu beseitigen. Schon am Abend waren alle 14 Mistkübel auf der Heide bis zum Rand voll. Neben vielen stand zusätzlich ein voller großer Müllsack.
Da es schon untertags zu schneien begann, ist damit zu rechnen, dass bei der Schneeschmelze noch weitere große Mengen an Müll zu finden sein werden.
Ein großes Dankeschön an alle, die sich um eine saubere Heide bemühen und auf Eigeninitiative große Mengen an Silvestermüll einsammeln!