Die Menschen für die Natur zu begeistern und Verständis für die verschiedensten Schutzmaßnahmen zu wecken ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Mit dem GEO-Tag der Artenvielfalt ist das perfekt gelungen. Neben dem großen Interesse der Bevölkerung wurden vor allem bei den Tieren durch die Arbeit der Experten viele neue Arten für Perchtoldsdorf nachgewiesen!
Gemeinsam mit der Marktgemeinde Perchtoldsdorf und dem Biosphärenpark Wienerwald hatten die Freunde der Perchtoldsdorfer Heide eingeladen, im Rahmen des GEO-Tages der Artenvielfalt die Naturschätze in Perchtoldsdorf, in unmittelbarer Nähe der Großstadt Wien zu erforschen und zu dokumentieren.
33 namhafte Experten folgten der Einladung und nahmen mit großem Einsatz an der Artensuche teil. Sie entdeckten über 1000 Tier- und Pflanzen-Arten, darunter zahlreiche Raritäten.
Beim Fest der Artenvielfalt bestaunten etwa 800 Besucherinnen und Besucher beim Heurigen Franz und Monika Wurth eine Auswahl der von den Experten gefundenen Pflanzen und Tiere. Das Rahmenprogramm fand großen Anklang.
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Auch heuer erfreute sich die Pflegewoche einer hohen Beteiligung aus der Bevölkerung!
Und nicht nur viele Perchtoldsdorfer arbeiteten mit Begeisterung mit! Immer mehr Wiener und Menschen aus den Nachbargemeinden nutzen die Heide nicht nur als Erholungsraum, sondern helfen auch gerne mit, die Heide so schön und artenreich zu erhalten, wie sie ist.
201 Freiwillige im Alter von 4 bis über 80 Jahren waren diesmal mit insgesamt 1002 Arbeitsstunden dabei.
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Als Abschluss der Pflegewoche luden die Freunde der Perchtoldsdorfer Heide wieder zum Heidefest. Das Wetter war mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel perfekt für einen Nachmittag im Freien und so kamen wieder insgesamt mehr als 700 Gäste, um die gemütliche, gesellige Atmosphäre, das hervorragende Essen und das spannende Programm zu genießen.
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Die Aktionen wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gefördert.
Im oberen Bereich des Kröpfgrabens zwischen Südhang und Hundeauslaufzone liegt der Kinskyfelsen in einem ehemaligen Steinbruchbereich. Er besitzt gegen Süden eine schöne Felswand und ist auf seiner Oberseite mit Trockenrasenvegetation bewachsen. Durch das Aufkommen von Gehölzen auf den ehemaligen Steinbruchflächen war er bereits stark beschattet. Unter vereinten Kräften wurden die Gehölze rund um den Felsen entfernt. Die Fläche soll nun regelmäßig beweidet werden. Währenddessen wurde auch die Dornenbarriere am Südhang erneuert.
8 HelferInnen entfernten weitere Föhren und schlossen die letzten Lücken in den Benjeshecken im Graben.
Am Unterhang wurden von 7 HelferInnen zahlreiche kleine Sträucher – v.a. der stark ausläufertreibende Liguster – entfernt, Föhren gefällt und die Arbeit an den Benjeshecken im Graben fortgesetzt.
Bei schönem Frühlingswetter fanden sich Martin Fürndraht und Obmann Kurt Trampler vom TOP, Frau Doris Vogl von der Firma STIHL und Alexander und Georg Mrkvicka sowie Irene Drozdowski von den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide zu einer besonderen Übergabe auf der Heide ein.
Der TOP – ein Verein zahlreicher Perchtoldsdorfer Unternehmen – unterstützt schon lange sehr engagiert die Arbeit auf der Heide. Nun gelang es Martin Fürndraht, der im TOP die Zusammenarbeit mit den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide organisiert, die Firma STIHL für das Sponsoring eines Freischneiders zu gewinnen. Die zweite Hälfte der Finanzierung übernahm der TOP. So steht den Freunden der Perchtoldsdorfer Heide nun ein sehr effizientes Werkzeug für die Pflege zur Verfügung, das vor allem bei flächigen Beständen kleiner Büsche (z.B. Schlehen) die Arbeit enorm erleichtert und beschleunigt.
Wir möchten uns herzlich bei der Firma STIHL und allen Mitgliedern des TOP sowie bei Martin Fürndraht und Kurt Trampler im Besonderen für die tolle Organisation bedanken und freuen uns auf die Arbeit mit dem neuen Gerät!
Der Verein ÖBB-Landwirtschaft hatte bereits in der Heidepflegewoche 2006 mit großem Engagement bei der Heidepflege mitgearbeitet. MMag. Irene Drozdowski freute sich daher besonders über die Einladung bei der Jahreshauptversammlung des Vereins die Geschichte und die Besonderheiten der Heide in zahlreichen Bildern präsentieren zu dürfen. Die Zuhörer waren begeistert und sagten zu, auch bei der Heidepflegewoche 2007 wieder und mit noch mehr Personen teilzunehmen. Wir möchten uns sehr für das große Interesse und die tolle Unterstützung bedanken!
6 HelferInnen setzten die Arbeit im Kröpfgraben fort. Wieder wurden 3 Föhren gefällt und die Äste im unteren Grabenbereich als wichtiger Schutzwall aufgeschlichtet.
Bei sonnigem Frühlingswetter nahmen gleich 13 HelferInnen den ersten Pflegetermin wahr, um die Arbeiten im Kröpfgraben, die im heurigen Frühjahr unseren Schwerpunkt bilden, wieder aufzunehmen. Der Südhang im Kröpfgraben gehört zu den wertvollsten Flächen der Perchtoldsdorfer Heide. Im Herbst wurde der untere, schattige Grabenbereich aus dem immer wieder zahlreiche, hartnäckige Gebüsche in den Hang einwachsen mit einem Forstmulcher bearbeitet, um die Gebüsche längerfristig zu entfernen. Dabei wurde die Benjesbarriere im Graben entfernt, die nun wieder aufgebaut werden muss. Auch im Oberhang musste die Dornenbarriere zum Schutz des wertvollen Südhanges ausgebessert werden. Gleichzeitig wurden 3 Föhren im Hangbereich entfernt.
In der Silvesternacht ist die Perchtoldsdorfer Heide ein immer beliebterer Treffpunkt, um die Sektkorken knallen zu lassen und sich am Feuerwerk zu erfreuen. Dagegen würde prinzipiell nichts sprechen, würden die Menschen ihren Müll wieder mitnehmen, auf das Abschießen von Knallern und Raketen nach Möglichkeit verzichten und das Feuerwerk über Wien genießen. Doch die Zustände zu Silvester werden immer schlimmer. Auf Grund des besonders schönen Wetters verbrachten heuer besonders viele Menschen – viele davon auch aus Wien und den umliegenden Orten – den Jahreswechsel auf der Heide und begrüßten mit Sekt und ausgiebigen Feuerwerken das neue Jahr.
Erst am Tag danach war das volle Ausmaß der Feiern zu sehen. Überall lagen Sektflaschen, unzählige Glasscherben, Plastikbecher, Pappkartons, Papierfetzen, Sackerln und Unmengen Reste vom Feuerwerk herum. An vielen Stellen war der Trockenrasen abgebrannt. Es war heuer so schlimm wie noch nie! Wer Verpackung und Flaschen mitbringt soll diese nach der Feier des Jahreswechsels auch wieder mitnehmen oder in einem der zahlreichen Mistkübel ordnungsgemäß entsorgen!
An die 30 Personen – Mitglieder diverser Perchtoldsdorfer Vereine, Familien mit Kindern, Hundebesitzer und Haurer – sammelten am Neujahrstag von 8 Uhr bis zur Abenddämmerung in mühevoller Kleinarbeit rund 50 große Müllsäcke voll Feuerwerksresten und Abfällen ein. Dazu kamen noch 10 bis zum Rand gefüllte große Mistkübel! Besonders die Feuerwerksreste sind eine Bedrohung für die Umwelt, enthalten sie doch große Mengen an Salpeter (Nitrate, die eine Düngung verursachen), Schwefel und giftigen Schwermetallen, die ausgewaschen werden und den Boden und die besonderen Pflanzen und Tiere der Heide extrem belasten. Vor allem für die jungen Heidebesucher, aber auch für die Schafe und Hunde sind die giftigen Feuerwerksreste und Glasscherben im Gras eine nicht zu unterschätzende Gefahr.
Die einzige positive Sache, die es aus der Silvesternacht zu berichten gibt: Die Einzäunung des Zieselschutzgebietes wird von den Besuchern uneingeschränkt akzeptiert. Außer ein paar Raketen war in diesem Bereich kein Müll zu finden. Dass die Einzäunung nicht überstiegen wurde, ist auch den fleißigen HeidehelferInnen zu verdanken, die einige Tage vorher den Zaun mit stacheligem Schnittgut deutlich sichtbar geschützt hatten.
Ein Punkt ist jedenfalls klar: So kann es nicht weitergehen! Das ganze Jahr über bemühen wir alle uns um optimalen Schutz und Pflege für die Heide und zu Silvester versinkt die Heide im Müll! Für den nächsten Jahreswechsel muss es für die Gemeinde ein prioritäres Ziel sein, dieses Problem zu lösen. Vorschläge sind bereits im Gespräch.