Okt
28
4a

Heidepflege – VS Roseggergasse, 4a und 4b

Nachdem in der Heidepflegewoche die Arbeit für die SchülerInnen der 4a und 4b der VS Roseggergasse wegen Schlechtwetter abgesagt werden musste, wollten die beiden Klassen unbedingt an einem Ersatztermin auf der Heide arbeiten. Gemeinsam mit zwei LehrerInnen, 3 Eltern/Großeltern und Alex Mrkvicka zwickten die fleißigen 55 SchülerInnen zahlreiche Büsche, schlichteten Dornbarrieren und zwei große Steinhaufen für Reptilien und sammelten Sperrmüll aus dem Gebüsch.

Okt
24

Obstbäume als wichtiger Lebensraum

Obstbäume für mehr Vielfalt

Hochstamm-Obstbäume bieten vielen seltenen Tierarten einen Lebensraum. In den dicken Stämmen alter Obstbäume bauen Spechte wie Grünspecht oder Buntspecht ihre Nisthöhlen. Kleiber, Gartenrotschwanz, Steinkauz, Siebenschläfer und Fledermäuse finden in den verlassenen Höhlen eine Brut- oder Schlafplatz. Auch die Spalten in der knorrigen Rinde sind ein gutes Versteck für viele Tiere. Im Totholz leben viele Insektenarten wie z.B. die Larven des Kirschenprachtkäfers. Leider werden Hochstamm-Obstbäume immer seltener, weil für die Obst- und Saftproduktion in der heutigen Zeit vor allem Obst-Plantagen mit kleinen Spalierbäumen verwendet werden. Einige früher häufig genutzte Obstsorten – wie Speierling und Elsbeere – sind heute ganz vom Verschwinden bedroht.

Gemeinsam mit der Gemeinde haben wir an einer Obstbaumaktion des Biosphärenparks Wienerwald teilgenommen und 16 junge Obstbäume – Speierling, Elsbeere und Mandeln – auf den ehemaligen Steinbrüchen der Kleinen Heide gesetzt. Dort kann sich auf Grund der dicken Humusschicht der Verfüllungen durch Beweidung zwar kein Trockenrasen aber eine schöne Wiese entwickeln. Die neuen Obstbäume sollen gemeinsam mit von selbst aufgegangenen Apfel-, Birn- und Nussbäumen in den nächsten Jahrzehnten zu einer artenreichen Obstwiese beitragen.

Okt
22

Heidepflege – BG Perchtoldsdorf, 2c und 5a

2c BGBRG 5a BGBRG

Nachdem in der Heidepflegewoche die Arbeit für 27 SchülerInnen der 2c und 19 SchülerInnen der 5a wegen Schlechtwetter abgesagt werden musste, wollten die beiden Klassen unbedingt an einem Ersatztermin auf der Heide arbeiten. Gemeinsam mit drei LehrerInnen, Dagmar Trübswasser, Alex Mrkvicka und Martin Weinzetl wurden von den fleißigen SchülerInnen die "17-Föhren" ausgelichtet und entbuscht.

Sept.
19

Heidefest 2009

Info zur Heide Familie Frank Kinderprogramm Fleißige HelferInnen Köstliche Kuchen

Das Heidefest war wieder ein sehr gelungener Abschluss der Heidepflegewoche. Bei prachtvollem Wetter kamen rund 800 Gäste, darunter viele Familien und genossen die gemütliche Stimmung, Speis und Trank, das Kinderprogramm und die kostenlose Heideführung. Erstmals waren die Heideschäfer Renate und Erich Frank mit köstlichen Bio-Lammbratwürstel, Bio-Gulasch vom Waldviertler Blondvieh und Feuerfleck dabei. Helmut und Lena Neumayr bereicherten das Heidefest mit einem Weltladenstand und ausgezeichnetem Fairtrade-Kaffee. Franz Kleinrath hatte "zufällig" seine Zieharmonika dabei und sorgte mit zahlreichen Liedern für ausgelassene Stimmung. Herzlichen Dank an alle HelferInnen, die beim Fest tatkräftig dabei waren oder hervorragende Mehlspeisen für das Kuchenbuffet zur Verfügung stellten, sowie dem Weinbauverein, der wie jedes Jahr Getränke und pikante Brote sponserte. So kamen wieder zahlreiche Spenden für Werkzeugwartung und -erneuerung und Bildungsarbeit zusammen!

Heidepflegewoche 2009 – Kulturlandschaft braucht Menschen!

Die Heidepflegewoche war ein unglaublich großer Erfolg!! 436 unterschiedliche Personen haben in Summe 1617 Stunden für die Heide gearbeitet! Insgesamt haben auch 16 Schulklassen aus Perchtoldsdorf, Maria Enzersdorf und Wien – von der 2. Volksschule bis zum 6. Gymnasium – mit ihren LehrerInnen fleißig mitgeholfen. Auch Schäfer Erich Frank und die Gemeindearbeiter waren mit vollem Einsatz dabei. Noch nie haben wir mit so vielen Menschen so viel weiter gebracht wie im heurigen Jahr! Bei der fachlichen Betreuung der vielen HelferInnen haben Walter Niescher, Dagmar Trübswasser, Silvia Hufnagl, Werner Krupitz und Günther Koletschka mitgeholfen. Die Werkzeugwartung übernahm wie jedes Jahr Rainer Drozdowski. Der Weinbauverein unterstützte die HelferInnen mit vielen Flaschen Traubensaft und Weißwein. Die kulinarische Stärkung des Koordinationsteams übernahm Irmtraud Drozdowski. Die neuen Plakatständer für die Bewerbung der Heidewoche wurden von der Firma Fürndraht gesponsort. Die Heidewoche wurde von Seiten der Gemeinde organisatorisch von Wolfgang Hitzigrath ganz besonders unterstützt.

Wir danken alle HelferInnen und Beteiligten herzlich für die tolle Zusammenarbeit für unsere Heide!!!

Sept.
18
Freitag Vormittag

Heidepflegewoche – Freitag

Am Vormittag wurden auf der Kleinen Heide von 7 HelferInnen und der 4a und 4b der Volksschule Maria Enzersdorf Südstadt – mit 2 Lehrerinnen, 3 Eltern und 42 Kindern – viele Gebüschnachtriebe auf der Kleinen Heide geschnitten. Die Kinder entdeckten bei der Arbeit zahlreiche Tiere wie Wespenspinne, Italienische Schönschrecke und sogar das Männchen der Roten Röhrenspinne.

4a 4b

8 HelferInnen waren am Nachmittag bei der Heidepflege auf der Kleinen Heide dabei. Die Schülergruppe der Biologischen Übungen des GRG 11 – mit 18 SchülerInnen und ihrer Lehrerin – pflegten die Große Heide beim Aufgang vom Sanatorium, entfernten Buschaustriebe und schlichteten einen Steinhaufen für Reptilien.

GRG11 Freitag Nachmittag

5 HelferInnen arbeiteten den ganzen Tag.

Sept.
17
Donnerstag Vormittag

Heidepflegewoche – Donnerstag

Heute mussten die Pflegearbeiten für 5 angemeldete Schulklassen auf Grund des schlechten Wetters in der Früh leider abgesagt werden. 15 fleißige HelferInnen ließen sich von der Nässe trotzdem nicht abschrecken. Auf der Kleinen Heide wurden viele Eschen- und Schlehennachtriebe gezwickt. Mit der Motorsäge wurden einzelne Bäume aus den Hecken und Gehölzrändern entfernt.

Donnerstag Nachmittag Donnerstag Nachmittag

14 HelferInnen – darunter 4 Kinder – arbeiteten mitten auf der Kleinen Heide. Zahlreiche Eichenaustriebe und andere kleine Büsche wurden aus dem besonders wertvollen Trockenrasenbereich entfernt. Auch einzelne Bäume und starke Austriebe von Eschen und Nussbaum entlang der Wege wurden geschitten.

5 HelferInnen arbeiteten den ganzen Tag.

Sept.
16
Mittwoch Vormittag BG2c VS3a&3b VS3c

Heidepflegewoche – Mittwoch

Am Vormittag waren 20 HelferInnen und 4 Schulklassen – die 3a, 3b und die 3c der VS Roseggergasse und die 2c des BRG Perchtoldsdorf mit 69 Kindern und Jugendlichen und 4 LehrerInnen – auf der Großen Heide dabei. Büsche unterhalb der Straße und auf dem Plateau wurden gezwickt, Jungbäume entlang der Straße entfernt und die Kurve beim Wasserbehälter mit der Motorsäge freigeschnitten. Die 3c der VS Roseggergasse schlichtete im Saugraben am Südhang weitere Steinhaufen für Reptilien.

Dienstag Nachmittag Gemeinde

16 HelferInnen arbeiteten am Nachmittag auf der Großen Heide und im Saugraben. Wieder wurden einige Jungbäume entlang der Heidestraße aus der Hecke entfernt und kleine Büsche gezwickt. Auch Schäfer Erich Frank war wieder mit dem Freischneider dabei. Viele Austriebe und Kletten im oberen Bereich des Saugrabens wurden entfernt. Die Arbeiter der Gemeinde setzten Ihre Arbeiten unterhalb der Heidestraße und im Graben der verlängerten Berggasse fort. Zahlreiche LKW-Ladungen mit Schnittgut wurden schon abtransportiert.

3 HelferInnen arbeiteten den ganzen Tag.

Sept.
15
Dienstag Vormittag Dienstag Vormittag VS3c VS2a VS2b BRG6c

Heidepflegewoche – Dienstag

21 HelferInnen und 5 Schulklassen – die 2a, 2b und 3c der VS Kneippgasse, die 2a der VS Roseggergasse und die 6c des BRG Perchtoldsdorf mit mehr als 87 Kindern und Jugendlichen und 5 LehrerInnen – waren diesmal am Vormittag – gut verteilt auf verschiedene Bereiche der Heide – dabei. Natürlich waren wieder alle Büsche, die nicht geschnitten werden sollen, mit rot-weißem Absperrband markiert. Gepflegt wurden die Bereiche oberhalb des Sanatoriums, unterhalb der Heidestraße und auf der Hochebene der Großen Heide. Im Saugraben wurden einzelne Eschen entfernt, die die Wiese am Nordhang stark abgeschattet haben. Die 2a der VS Roseggergasse schlichteten im Saugraben Steinhaufen für Reptilien. Durch die unglaublich hohe Teilnehmerzahl ist sehr viel weitergegangen. Einige Gottesanbeterinnen waren vor allem für die Kinder die Highlights bei der Pflege. Sie wurden vorsichtig in Büsche gesetzt, die stehen bleiben.

Dienstag Nachmittag

Am Nachmittag arbeiteten 19 HelferInnen auf der Großen Heide. Junge Bäume entlang der Heidestraße wurden aus der Hecke entfernt und zahlreiche kleine Büsche unterhalb und oberhalb der Straße geschnitten. Auch Schäfer Erich Frank war wieder mit dem Freischneider dabei.

5 HelferInnen arbeiteten den ganzen Tag. Insgesamt haben mehr 126 (!) unterschiedliche Personen am Dienstag mitgearbeitet!

Sept.
14
Montag Vormittag Montag Vormittag VS3a VS3b

Heidepflegewoche – Montag

Vom regnerischen Wetter ließen sich 16 HelferInnen und die 3a und 3b der Volksschule Maria Enzersdorf Südstadt mit insgesamt 43 Kindern und 4 Erwachsenen nicht abschrecken und nahmen mit großer Begeisterung an der Heidepflege teil. Während von den Erwachsenen einzelne Bäume entfernt und kleine Büsche oberhalb des Sanatoriums geschnitten wurden, zwickten die Kinder Nachtriebe entlang der Heidestraße und im Zieselbereich. Eine Wespenspinne, eine Gottesanbeterin und ein Kokon einer Gottesanbeterin waren für die Kinder, von denen die meisten das erste Mal auf der Heide waren, sehr spannende Entdeckungen. Die Arbeiter der Gemeinde pflegten Teile des Nordhangs im Saugraben.

Montag Nachmittag

Am Nachmittag arbeiteten 13 HelferInnen bei sonnigem Wetter um und im Saugraben. Auch Schäfer Erich Frank war mit dem Freischneider bei der Pflegearbeit dabei. Drei 4. Klassen des IBMS Perchtoldsdorf mit insgesamt 66 SchülerInnen und 3 LehrerInnen schleppten Äste, schlichteten am Südhang Steinhaufen für Reptilien wie Äskulapnatter und Smaragdeidechse und zwickten kleine und große Büsche.Durch die große Zahl an Teilnehmern ist der Saugraben fast fertig gepflegt.

IBMS4a IBMS4b IBMS4c

6 HelferInnen waren den ganzen Tag dabei. Insgesamt haben 139 (!) unterschiedliche Personen am Montag mitgearbeitet!

Sept.
13

Heidepflegewoche – Sonntag

Sonntag Vormittag Bei strahlendem Sonnenschein setzten 16 HelferInnen die Arbeit auf der Kleinen Heide fort. Die alten Steinbruchflächen wurden für heuer fertig ausgelichtet. Viele Obstbäume stehen jetzt wieder frei. Auch am oberen Südhang des Kröpfgrabens wurde die Fläche fertig entbuscht.

Am Nachmittag wurden die 17-Föhren – eine stark verwachsene Halbtrockenrasenfläche – in Angriff genommen. Die Schafe hatten in den letzten Jahren schon gute Arbeit geleistet – der Frühlingsadonis blüht schon wieder viel häufiger auf dieser Fläche. Sonntag Nachmittag Trotzdem gab es für die 15 HelferInnen viel zu tun. Föhren wurden ausgelichtet, Schlehen geschnitten und Asthaufen geschlichtet.

Der Sonntag war ein voller Erfolg! 6 HelferInnen waren den ganzen Tag dabei.

Sept.
12
Samstag Vormittag

Heidepflegewoche – Samstag

Am Vormittag waren trotz getrübtem Wetter 14 HelferInnen dabei und arbeiteten fleißig auf der Kleinen Heide. Zahlreiche Nachtriebe – Schlehen und Eschen – aus dem letzten Jahr wurden entfernt. Auf den alten Steinbruchflächen wurde deutlich ausgelichtet und die geschnittenen Äste und Bäume zu riesigen Haufen aufgeschlichtet. Zahlreiche der im Vorjahr geringelten und abgestorbenen Bäume wurden entfernt. Stehen gelassen werden vor allem Weißdorn, Rosen und diverse Obstbäume. Für Reptilien, Hasen und andere Tiere wurden Gestrüpphaufen und Holzstöße als Versteck geschlichtet. Einige Springfrösche konnten im hohen, feuchten Gras beobachtet werden. Insgesamt ist das kühle Wetter sehr angenehm für die Arbeit.

Samstag Nachmittag

18 HelferInnen – darunter sechs Kinder und Jugendliche – waren am Nachmittag auf der Kleinen Heide dabei. Die Arbeit auf den ehemaligen Steinbruchflächen wurde fortgesetzt. Am Südhang des Kröpfgrabens wurden Kriecherl-Austriebe und Schlehen geschnitten. 7 HelferInnen waren den ganzen Tag dabei.

Sept.
10

Heideführung

15 BesucherInnen konnten nochmals die Heide in der Spätsommerblüte bewundern. Die Blüte des Österreichischen Kranzenzians hatte sich seit der letzten Führung verdreifacht und auch eine zweite besondere Enzianart wurde gefunden: der Fransenenzian. Beide blühen durch die hohe Feuchtigkeit im heurigen Jahr besonders schön. Auf den alten Steinbrüchen der Kleinen Heide wurde erstmals die Färber-Reseda auf der Heide gefunden. Zoologisches Highlight war die seltene Sägeschrecke. Sie ist die größte Heuschrecke Österreichs. Eine junge Äskulapnatter – geschlüpft im Jahr 2009 – konnte leider nur mehr tot – als Straßenopfer gefunden werden. Interessant für alle war aber die Jugendfärbung, die mit zwei gelben Flecken am Kopf Ähnlichkeit mit einer Ringelnatter hat. Zum Abschluss der letzten Führung im Jahr 2009 gab es wieder Dirndlmarmelade, Dirndlsaft und Zwergweichsellikör zu verkosten.

Wir möchten uns bei allen BesucherInnen des heurigen Jahres für ihr großes Interesse bedanken und freuen uns auf spannende Führungen im Jahr 2010.

Aug.
27
Spätsommerblüte

Heideführung

Mit 20 BesucherInnen ging die Führung über die reich in Spätsommerblüte stehende Große Heide, am Fuß der Lutterwand vorbei über den Saugraben zurück auf die Große Heide. In großen Mengen blühen zur Zeit Gelber Zahntrost, Berglauch, Duftskabiose und Gelbe Skabiose. Ein Besonderheit – der Österreichische Kranzenzian – der durch Beweidung gefördert wird, da er bitter ist und von den Schafen nicht gefressen wird, blüht heuer besonders prachtvoll.

Große Abendsegler

Im höherstehenden Gras war eine Gottesanbeterin zu finden. Blauflügelige Ödlandschrecke und Italienische Schönschrecke zeigten ihre bunt gefärbten Flügel auf der Flucht vor der Exkursionsgruppe. Ein Schauspiel boten zum Abschluss ca. 20 Große Abendsegler (die größte Fledermausart Österreichs), die auf der Jagd nach Insekten akrobatische Luftmanöver vollführten.

Juli
30
Begeisterung beim Leuchten Steirischer Fanghaft (A.Mrkvicka)

Heideführung – Spezialführung Fledermäuse und Nachfalter

32 Naturinteressierte waren zu dieser Spezialführung gekommen. Nach einer Einführung zum Lebensraum der Heide waren Pflanzenarten wie Gelber Lauch, Duftskabiose und blühendes Feldmannstreu zu sehen. Birgit Rotter erzählte zahlreiche erstaunliche Details zum Leben der Fledermäuse und hatte auch einiges an Anschauungsmaterial mitgebracht. Mit Spannung warteten alle auf die Sichtung der Nachttiere. Die mitgebrachten Fledermausdetektoren wurden eingeschaltet – sie machen die Ultraschallrufe der Tiere auch für das menschliche Ohr hörbar. Auf Grund des starken Windes war aber leider nur eine Fledermaus ganz kurz zu sehen.

Begeisterung unter den Besuchern löste die große, grüne Raupe des Wiener Nachtpfauenauges aus. Einen guten Standort für das Nachtfalter-Leuchten hatte Schmetterlingsexperte Rudi Eis im Saugraben gewählt, der sehr windgeschützt ist. Unzählige Nachtfalter darunter der Zimtbär und das Blausieb, Zweiflügler, Florfliegen, Ameisen, Zikaden, Wanzen wurden angelockt. Eine Ameisenjungfer gehörte zu jenen Gästen, die man nur eher selten zu Gesicht bekommt. Mit dem Erscheinen eines Steirischen Fanghaftes gab es dann eine absolute Sensation! Der Netzflügler, der Fangbeine wie eine Gottesanbeterin besitzt, ist sehr selten und eine sehr große Besonderheit für Trockenrasen! Er ist praktisch nur durch Zufall aufzufinden. Bisher war von der Heide nur eine Meldung des Experten Heinz Wiesbauer bekannt.

Juni
18

Heideführung

Diesmal wurde die Führung von Walter Niescher geleitet. 38 Personen waren dabei.

Mai
09
Pflegetermin

Pflegetermin

14 HelferInnen waren beim Pflegetermin dabei.

Im Kröpfgraben ging der aufwändige Kampf gegen die zahlreichen Robinienausläufer weiter, die vom Graben hinauf auch in den Trockenrasen einwachsen und diesen gefährden. Trotz Forstmulchereinsatz im Graben im Jahr 2006 und jährlichem Nachschnitt der noch treibenden Ausläufer ist die Gefahr für den Trockenrasen noch lange nicht gebannt. (Vor einigen Jahren wurden 5 Robinien unachtsamerweise vom Förster umgeschnitten, obwohl bekannt ist, dass durch Schnitt der Bäume unzählige Wurzelausläufer treiben. Nur das Ringeln der Altbäume bringt – wie in der Nähe des Sanatoriums – Erfolg, da die Bäume dann absterben und kaum Ausläufer treiben.) Seit 2008 arbeiten wir mit Krampen, um die Austriebe vollständig auszureissen. 3 Helfer setzten diese mühsehlige Arbeit vom Herbst fort.

Auf den alten Steinbrüchen, die sich in den letzten Jahren durch die Pflegemaßnahmen gut entwickelt haben, wurden weitere Büsche entfernt. Mit dem stacheligen Schnittgut wurde die Barriere des Smaragdeidechsenschutzgebietes ausgebessert. Die Barriere wird von vielen Tieren darunter Smaragdeidechse, Äskulapnatter, Schlingnatter aber auch von jungen Feldhasen als Versteck genutzt.

Mai
08

Heideführung

Auf Grund des großen Besucheransturms wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Birgit Rotter und Walter Niescher boten ein Spezialprogramm für die "Stammgäste". Schwerpunkt waren Ziesel, Fledermäuse und botanische Spezialitäten. Die neuen Gäste erfuhren von Alexander Mrkvicka und Irene Drozdowski viel über den Lebensraum Trockenrasen, die notwendige, sehr anspruchsvolle Pflege und vieles mehr. Ein Smaragdeidechsenmännchen ließ sich beim Sonnen beobachten. Ein verspätetes Kleines Nachtpfauenauge wurde ebenso begeistert bewundert. Durch die Trockenheit im April sind die Gräser auf der Heide heuer relativ kurz – so kam das prachtvolle Blütenmeer noch mehr zu Geltung!

Apr.
30

Pflegetermin

6 HelferInnen schneiden im Saugraben nachtreibende Eschen, Roten Hartriegel und andere nachtreibende Büsche. Schlehen werden nun nicht mehr geschnitten. Um diese Jahreszeit können Segelfalter, und Kleines Nachtpfauenauge dort schon Eier abgelegt haben.

Apr.
25

Pflegetermin

Beim Sanatoriumsaufgang und im Saugraben wurden Laubbäume geringelt und alte Austriebe geschnitten.

Apr.
16

Pflegetermin

8 HelferInnen arbeiteten auf der Kleinen Heide. Auf den alten Steinbrüchen wurden Laubbäume geringelt und Nachtriebe geschnitten, mit dem dornigen Schnittgut Teile der Barrieren des Smaragdeidechsenschutzgebietes ausgebessert. Angekommen sind auch die ersten Krainer Steinschafe vom Bioschafhof Sonnleitner, Familie Frank, die ab heuer die Beweidung der Heide übernimmt.

Apr.
02

Erste Führung

Bei prachtvollem Frühlingswetter war ein violettes Blütenmeer der Großen Kuhschelle zu bewundern. Auch Erdsegge und Dirdnlstrauch standen gerade in voller Blüte. Zahlreiche Ziesel und Feldgrillen waren aktiv. Der Frühlingsadonis und die Schwarze Kuhschelle begannen ebenfalls bereits zu blühen.

März
14

Erster Pflegetermin

11 HelferInnen waren beim ersten Frühjahrspflegetermin bei strahlendem Sonnenschein dabei. Die Äste beim Zieselzaun (Silvesterschutz) wurden weggeräumt, mit den stacheligen Ästen die Dornenbarrieren entlang der Straße ausgebessert. Oberhalb des Sanatoriums wurden die Strauchnachtriebe, die zur Schonung der Sägeschrecke im Herbst noch nicht entfernt wurden, weggeschnitten. Östlich der Weingärten auf der Großen Heide wurden die Hecke und die Kniehohen Schlehen zurückgesetzt.

Auf der Heide sind schon zahlreiche Knospen der Großen Kuhschellen zu sehen. Auf Grund des schlechten Wetters der letzten Wochen blühen sie aber noch nicht. Auch die Feldgrillen, die als Jungtier überwintern, und die Raupen des Brombeerspinners, die als Raupe überwintern, sind schon unterwegs.

Feb.
28
Brunnlust

"Auslandseinsatz" in der Brunnlust

Am 28. Februar 2009 fanden sich 5 Heidefreunde mit schwerem Gerät in Moosbrunn ein: Der Naturschutzbund Niederösterreich hatte zu einem Pflegetermin im Naturdenkmal Brunnlust eingeladen. Die Brunnlust ist der letzte Rest der Quellmoore in der Feuchten Ebene und die Heimat vieler seltener und hochgradig gefährdeter Pflanzen- und Tierarten.

Abtransport

Mitglieder von Naturschutzbund NÖ, vom WWF, Vertreter der Universität Wien und MoosbrunnerInnen waren mit dabei. Sogar der Moosbrunner Bürgermeister war mit dem Freischneider den ganzen Tag aktiv. Auch Ingrid Beigl, Irene Drozdowski, Robert Beigl, Alexander Mrkvicka und Walter Niescher halfen bei perfektem Wetter mit Motorsäge, Freischneider, Sense, Rechen und Heugabel mit, das mit verfilztem Gras, Schilf und jungen Bäumen überwucherte Moor wieder freizuschneiden und Holz und Gras abzutransportieren.

Dickwurzel-Löffelkraut

Eine besondere Herausforderung war das Gelände: Zwischen den Grasbuckeln waren im hohen Gras viele, beinahe unsichtbare Wasserlöcher – von uns nach den ersten nasskalten Erfahrungen humorvoll Stiefelfüller genannt. Das geschnittene Gras verschwand zum Teil in diesen Wasserlöchern und musste händisch und mit Heugabel mühevoll wieder herausgeholt werden.

Die größte Rarität des Gebietes, das Dickwurzel-Löffelkraut, von dem es weltweit nur mehr hier einige Pflanzen gibt konnte wiederentdeckt werden und wurde mit der Sichel vorsichtig vom Grasfilz befreit.

Nach 5 Stunden harter Arbeit und oftmaligem Stiefel ausleeren schätzen wir die Arbeit im Trockenrasen auf der Heide umso mehr – ganz ohne Grasbuckel, Wasserlöcher und Moorschlamm.

Trotz aller Anstrengungen und einem ordentlichen Muskelkater: Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei!

Jan.
01
HelferInnen

Silvestermüll – ein Teilerfolg, aber kein Grund sich zurück zu lehnen!

Wie jedes Jahr hatten sich schon früh morgens fleißige HelferInnen mit vielen Müllsäcken, Rechen und Gummihandschuhen versammelt, um den Müll der jährlich ausufernden Silvesterfeiern möglichst schnell zu beseitigen und so den Schaden für Heide und Besucher möglichst gering zu halten.

verwüstete Hügel

Heuer bot sich ein sehr unterschiedliches Bild. Die gute Nachricht: Kleine Heide und weite Bereiche der Großen Heide – vor allem die flachen Bereiche und das Zieselschutzgebiet, von wo man einen weniger guten Ausblick auf Wien hat – waren heuer erstmals seit langem von rücksichtslosen Silvesterfeierlichkeiten und dem damit verbundenen Müll großteils verschont geblieben.

Kracher

Viel schlimmer getroffen hat es jedoch die Hügelketten auf der Großen Heide. Sie waren noch stärker als in den letzten Jahren verwüstet – mit unzähligen Krachern, Flaschen, Scherben und Müll bedeckt, immer wieder Trockenrasenflecken schwarz verkohlt, starker Geruch nach abgebranntem Schießpulver. Insgesamt waren 6 Stunden nötig um den Müll wenigstens optisch großteils zu beseitigen. Bei großen Flecken mit hunderten Krachern hilft nur mehr der Rechen. Die Schadstoffe, die durch das Zünden in den Boden gelangen, sind nicht mehr zu entfernen! Ein paar Feiernde waren immerhin so rücksichtsvoll, die Kracher in großen Pappkartons zu zünden – besser als auf dem Boden auf jeden Fall – im nächsten Jahr am besten ganz vermeiden!

unnötige Zerstörung

Neben dem vielen Müll gab es wieder die "üblichen" Verwüstungen: ausgerissene Mistkübel, gesprengte Hundesackerlbehälter – alles unnötige Sachbeschädigungen, die viel Geld kosten und mit dem Einsatz eines Securitydienstes wohl in den Griff zu bekommen wären.

20 große Müllsäcke wurden heuer insgesamt voll gesammelt. Das ist noch immer viel zu viel, aber es zeigt den ersten Erfolg der intensiven Öffentlichkeitsarbeit durch Gemeinde, Heideverein und Liesinger Bezirksvorstand und das steigende Verständnis der Bevölkerung. Denn die Müllmengen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren trotz perfektem Silvesterwetter ungefähr halbiert. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dem Appell gefolgt sind und mithelfen unsere wertvolle Heide zu schützen!

stundenlange Arbeit

Insgesamt liegt der Schluss nahe, dass es sich bei den rücksichtslosen Feiernden vor allem um Besucher von auswärts handelt, denen die Heide als Natur- und Erholungsraum an sich gleichgültig ist, solange nur ausufernd gefeiert werden kann. In den nächsten Jahren werden noch verstärkte Anstrengungen nötig sein, um auch diese Rowdys in den Griff zu bekommen. Alkoholkontrollen bei Autofahrern in der Umgebung des Heideparkplatzes und/oder der Einsatz eines Securitydienstes wären eine gute Ergänzung zur erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit, die im nächsten Jahr unbedingt fortgesetzt werden sollte!

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