Dez
31

Bitte kein Silvester-Feuerwerk auf der Heide!

Silvester 2008 Zerstörung durch Raketen Lagerfeuer

Obwohl es auf der Heide dank der vielen Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre eine positive Entwicklung gibt und das Müllaufkommen in den letzten Silvesternächten rückläufig war, es kaum Kracher, wenig Raketen und keine Scherben gab, appellieren Marktgemeinde und Heideverein wieder an alle Silvesterschwärmer: Bitte helfen Sie mit, Silvester auf der Heide zu einem gemütlichen, schönen Fest zu machen, und verschießen Sie keine Feuerwerks- und Knallkörper! Deren Lärm verschreckt die Tiere und deren Überreste enthalten u.a. Salpeter, Schwefel und giftige Schwermetalle. Brandstellen von Feuerwerkskörpern zerstören den langsamwüchsigen Trockenrasen! Lagerfeuer auf der Heide sind generell streng verboten! Durch sie werden flächig Pflanzen zerstört, die äußerst langsam wachsen und – wie z.B. die Herzblatt-Kugelblume – Jahrzehnte alt sein können.Glasscherben, Metallkorkenhalter aus Draht etc. stellen eine hohe Verletzungsgefahr für Heidebesucher, Schafe, Hunde und andere Tiere dar!

Um das sensible Ökosystem vor Schaden zu bewahren, bittet die Marktgemeinde Perchtoldsdorf alle, auf der Heide auf derlei zu verzichten und sämtlichen anfallenden Müll, insbesondere leere Flaschen, in die aufgestellten Mistkübel zu werfen.

Info Feuerwerk & Schadstoffe: Besonders die Feuerwerksreste – von fest bis gasförmig – sind eine Bedrohung für das wertvolle Naturgebiet Heide, enthalten sie doch große Mengen an Salpeter (Nitrate, die eine in Trockenrasen unerwünschte Düngung verursachen), Schwefel und giftigen Schwermetallen, die ausgewaschen werden und den Boden und die besonderen Pflanzen und Tiere der Heide extrem belasten. Am 1. Jänner liegen übrigens die Messwerte für diverse Schadstoffe in der Luft in und um Wien meist kurzfristig bei mehr als dem 100fachen der erlaubten Grenzwerte! Vor allem für die jungen Heidebesucher, aber auch für die Schafe, Hunde und Wildtiere sind die giftigen Feuerwerksreste eine nicht zu unterschätzende Gefahr!

Nov
20

Delegation aus Biosphärenpark Großes Walsertal (Vorarlberg) besucht die Perchtoldsdorfer Heide

Delegation aus dem Walsertal Heideexkursion

Eine Delegation aus Vorarlberg mit dem Bezirkshauptmann von Bludenz, 5 Bürgermeistern, Landtagsabgeordneten, Regional- und Tourismusvertretern sowie der Managerin des Biosphärenparks Walsertal und ihren MitarbeiterInnen besuchte im Rahmen eines Austausches mit dem Biosphärenpark Wienerwald gemeinsam mit BP Wienerwald Mitarbeiterin Ines Lemberger die Perchtoldsdorfer Heide als Vorbildprojekt im Biosphärenpark Wienerwald.

Unser Perchtoldsdorfer Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Martin Schuster begrüßte und stellte Perchtoldsdorf und seine Besonderheiten vor. Anschließend informierten Irene Drozdowski und Alexander Mrkvicka vom Heideverein über die Landschaft, die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt, das naturschutzfachliche Management und die hervorragende Zusammenarbeit mit den Schäfern Erich und Renate Frank, die Arbeit mit zahlreichen Freiwilligen, Forschung als wichtige Grundlage für die Maßnahmen, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit auf der Heide. Da unter den Gästen mehrere LandwirtInnen waren, bestand großes Interesse an der Beweidung der Heide und am fachlichen Austausch mit Heideschäfer Erich Frank, der seine Beweidung von Naturschutzflächen und die erfolgreiche Direktvermarktung von Lammprodukten erläuterte, die es auch gleich zu verkosten gab.

Besonders beeindruckt waren die Gäste von den Besucherzahlen von rund 160.000 Besuchen pro Jahr und, dass es auf der Heide gelungen ist, Probleme durch intensive Erholungsnutzung, Silvestermüll, freilaufende Hunde und Mountainbiken abseits der freigegebenen Strecken durch intensive, langjährige Information und Aufklärung durch Heideverein und Gemeinde deutlich zu reduzieren.

Als landwirtschaftliche Köstlichkeit aus dem Walsertal, das bei 3.000 Einwohnern noch rund 200 viehhaltende Betriebe hat, präsentierte REGIO Obmann LAbg. Josef Türtscher abschließend den Walserstolz, einen hervorragenden Bergkäse.

Sept
21

Pflegetermin Große Heide

Heute wurde von einer besonders engagierten Gruppe Freiwilliger unter der Leitung von Günter Koletschka die Fläche unterhalb des Aussichtspunktes auf der Großen Heide fertig freigeschnitten.

Sept
17

Heidefest

So sonnig die Pflegewoche war, so ließ uns das Wetter leider beim Heidefest etwas im Stich. Starker Wind und kurze Regenschauer machten es auf der Heide eher ungemütlich. Trotzdem ließen sich gar nicht wenige treue Gäste davon nicht abschrecken. Neben unserem bewährten Kinderprogramm hatten wir heuer den Heideinfostand gemeinsam mit dem Biologen David Prehsler und dem Klosterbauern von Sankt Gabriel um eine umfangreiche Garteninfo erweitert (Wildbienen, Schnecken, Boden & Erde). Biosphärenpark Wienerwald Info, der Verein Lamaste aus Pfaffstätten mit einer Wollwerkstatt und unser Sensenmeister Heinz Peikert mit einer erdgeschichtlichen Zeitreihe boten ein spannendes und vielfältiges Programm. Die vielen hausgemachten Kuchen und Kaffee gaben Energie in der Kälte. Helmut und Lena Neumayr präsentierten wieder Köstlichkeiten vom Perchtoldsdorfer Weingartenknoblauch. Die vielen verschiedenen Lammwürstel von Heide-Schäfer Familie Frank waren ebenso willkommen zum Aufwärmen. Der Weinbauverein und Weinbau Josef Schmid sponserten das Heurigenbuffet mit heißem Leberkäse und Getränken. Auch die kostenlosen Führungen (Kinder - Eva Bulwa, Erwachsene - Sonja Latzin) fanden statt und stießen auf großes Interesse.

Wir danken allen herzlich, die beim Auf- und Abbau, bei der Betreuung der Infostände, von Kinderprogramm, Führungen, Kuchen-, Kaffee-, Heurigenbuffet ehrenamtlich mitgeholfen haben oder zu Hause Kuchen gebacken und diese zur Verfügung gestellt haben! Den Weinbauern danken wir für das Sponsoring von Heurigenbuffet und Getränken! Ohne das Zusammenhelfen so vieler engagierter Menschen wäre das Heidefest nicht möglich, das unsere wichtigste Vereins-Einnahmequelle darstellt. Das Geld wird wieder in den Schutz und die umfangreiche Bildungsarbeit zur Heide investiert. Heuer ist auf Grund des kalten Wetters nicht ganz so viel zusammengekommen wie in den Vorjahren, aber ganz so schlecht war es auch nicht!

Sept
10
Sept
16

Heidepflegewoche – Arbeit bei heißem Wetter & großer Erfolg!

Heuer war es in der Pflegewoche durchgehend sonnig und mit 28 bis 30°C (im Schatten!) so heiß wie noch nie. Das machte die Arbeit deutlich anstrengender, bietet die Heide doch kaum Schattenplätze und so arbeiteten wir stundenlang in der Sonne. Besonders auf den relativ frisch beweideten Südhängen entwickelte sich über dem offenen Boden eine Gluthitze. Trotz dieser Hitze, die einiges an Kraft kostet, haben wir heuer wieder alle wichtigen Pflegeflächen geschafft und konnten sogar vier Schulklassen am Hochberg arbeiten lassen. Die Pflegetermine waren gut besucht und insgesamt 22 Schulklassen und 2 PfadfinderInnen-Jugendgruppen waren neben den Erwachsenen sowie dem Flüchtlingsnetzwerk Perchtoldsdorf mit einer Gruppe Flüchtlinge dabei. Die 1g, 2b, 2c, MSK, 3a und 4b der VS Kneippgasse, 2 Klassen des SPZ Ambros-Rieder Schule, die 1C, 1D, 1F, 1G, 3A, 2E, 2F, 3E, 3D, 5B und eine Wahlpflichtfach-Gruppe Biologie des BG&BRG Perchtoldsdorf, die Montessori-Schule Am Sonnberg mit der Gruppe P2, die Biologie-Wahlpflichtfach-Gruppe des GRG 11 mit Lehrerin Heide Matausch sowie die 9.Klasse der Freien Waldorf-Schule Lübeck mit unserem ehemaligen Heideschäfer Christian Geyer halfen mit viel Begeisterung mit und wurden von unseren engagierten Natur-PädagogInnen Flora Bittermann, Stefan Fischer, Mari Haidvogl, Sonja Latzin, Manuel Steiner und Silvia Wilde betreut.

Fleißigste Helferin war heuer Hannelore Weiss. Sie war insgesamt bei 8 Pflegeterminen dabei.

In Summe waren 660 Personen 2.172 Stunden für die Heide und sogar am Hochberg aktiv! Die 9. Klasse der Waldorfschule Lübeck mit Leiter Christian Geyer leistete neben und nach der Pflegewoche noch zahlreiche zusätzliche Arbeitsstunden in der Durchforstung nördlich des Zieselschutzgebietes, auf der Sommerbauerwiese, in der Hagenau (Wiese am Waldrand), am Goldbiegel-Trockenrasen, beim Wasserbehälter am Goldbiegel und im Naturschutzgebiet Steinbruch Fischerwiesen.

Durch das händische Entfernen von Gebüschen erfolgt die Pflege wesentlich schonender, als mit Hilfe eines Freischneiders, der nur dort zum Einsatz kommt, wo wenig heikle Flächen liegen. Ohne die Beteiligung zahlreicher Freiwilliger wäre das nicht möglich!

Die Terminkoordination und Abstimmung mit den LehrerInnen im Vorfeld übernahm in bewährter Weise Eva Bulwa.

Die Betreuung der Erwachsenen erfolgte durch die Ökologen des Heidevereins Alexander Mrkvicka, Irene Drozdowski & Eva Bulwa sowie Manuel Steiner & Günter Koletschka.

Von Vereinen halfen mit: das Flüchtlings-Netzwerk Perchtoldsdorf, der Österreichische Alpenverein Sektion Liesing-Perchtoldsdorf, die Pfadfinder-Gilde Perchtoldsdorf, die PfadfinderInnen Perchtoldsdorf, der Österreichische Alpenverein Sektion Austria

Mit viel Engagement dabei waren auch wieder die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes der Marktgemeinde Perchtoldsdorf. Mit Mähern und Freischneidern wurden die Gräben gemäht und das Schnittgut abtransportiert.

Wir danken allen HelferInnen und Beteiligten herzlich fürs Mitmachen, das tolle Engagement und die große Leistung für den Naturschutz auf der Heide!

Sept
16

Heidepflegewoche - Freitag

SchülerInnen SchülerInnen

Vormittags arbeiteten die 1C, 2F, 3D und 5B des BG&BRG Perchtoldsdorf am Hochberg. Das Naturdenkmal Hochberg beherbergt wunderschöne Trockenrasen, Steinriegel, knorrige Flaumeichengruppen, artenreiche Laub- und primäre Schwarzföhrenwälder. In den letzten Jahren hat die Marktgemeinde Perchtoldsdorf intensiv in die Wiederherstellung der bereits stark verbuschten Trockenrasen investiert und jährliche Freischneidearbeiten im Winter (nach dem ersten Frost zur Schonung der vielen Kleintiere) finanziert. Heideschäfer Familie Frank beweidet die Flächen ein Mal jährlich mit seinen Krainer Steinschafen, das Wasser wird großzügiger Weise von engagierten Anrainern aus auf den Hochberg gepumpt. Mittlerweile sind die Flächen wieder in einem hervorragenden Zustand und das jährliche Zurückschneiden der Büsche kann nun händisch durch Schulklassen und Freiwillige erfolgen.

Die Erwachsenen arbeiteten am Vormittag auf der Kleinen Heide am östlichen Ende des Kröpfgrabens und zwickten zahlreiche kleine und große Büsche.

Am Nachmittag wurde von den Erwachsenen die Fläche unterhalb des Aussichtspunktes auf der Großen Heide sowie die Außenkurve der Heidestraße zum Saugraben hin gepflegt. Von 16 bis 20 Uhr - also auch noch im Dunklen - waren dann noch die Jugendgruppen der PfadfinderInnen Perchtoldsdorf voll engagiert bei der Heidearbeit dabei. Neben dem Heideparkplatz stellten sie Teile der Felswand des ehemaligen Steinbruchs wieder frei, die bereits mit dichtem Gebüsch verwachsen war. So ist wieder ein schönes Mosaik aus Felsen und Gebüschen entstanden, das Lebensraum für viele wärmeliebende Arten wie Smaragdeidechse und Schlingnatter ist.

SchülerInnen SchülerInnen HelferInnen HelferInnen Jugendliche Jugendliche

Sept
15

Heidepflegewoche - Donnerstag

HelferInnen HelferInnen

Am Vormittag waren heute 5 Schulklassen bei der Heidepflege dabei. Die 2b und die Mehrstufenklasse der VS Sebastian-Kneippgasse pflegten eine Trockenrasenfläche der Kleinen Heide südlich des Waldstreifens zwischen Kleiner und Großer Heide. Die 1D und 3A des BG&BRG Perchtoldsdorf arbeiteten auf der Großen Heide unterhalb der Heidestraße. Die 1F und 1G des BG&BRG zwickten und sägten Büsche auf den 17-Föhren.

Von den Erwachsenen wurden vormittags und nachmittags die Gebüsche auf der Großen Heide zwischen Brunnen und Kinderspielplatz ausgelichtet.

SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen

Sept
14

Heidepflegewoche - Mittwoch

SchülerInnen

Die SchülerInnen der 1b, 2c, 3a und 4b der Volksschule Sebastian-Kneipp-Gasse sowie eine Klasse der Montessori-International-School Am Sonnberg halfen heute mit viel Engagement bei der Pflege auf der Kleinen Heide mit. Viele Gebüschaustriebe wurden gezwickt und auf großen Haufen zum Abtransport durch den Wirtschaftshof gesammelt. Die Erwachsenen setzten die Arbeiten rund um die Felsen am Südhang der Kleinen Heide fort. Die 9. Klasse der Waldorfschule Lübeck stellte in der Durchforstung nördlich des Ziesel-Schutzgebietes Eichen frei, damit diese Licht und Platz haben, sich zu schönen Bäumen zu entwickeln.

Nachmittags arbeiteten die Erwachsenen gemeinsam mit einer Biologie-Wahlpflichtfach-Gruppe des BG&BRG Perchtoldsdorf am Südhang beim eingezäunten Naturdenkmal weiter. Die Biologie-Wahlpflicht-Gruppe des GRG11 zwickte zahlreiche Gebüschaustriebe auf der Großen Heide rund um den Wasserbehälter.

SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen SchülerInnen HelferInnen HelferInnen SchülerInnen

Sept
13

Heidepflegewoche - Dienstag

HelferInnen Schulklasse

Vormittags zwickten die SchülerInnen des SPZ Ambros-Rieder-Gasse Gebüschaustriebe rund um den Wasserbehälter auf der Großen Heide. Gemeinsam mit einer Gruppe des Flüchtlingsnetzwerks Perchtoldsdorf arbeiteten weitere 11 Erwachsene rund um den Heidefestplatz und dem nördlich liegenden Plateau, wo noch immer große Goldschopf-Aster-Bestände das Gelände in ein prachtvolles, gelbes Blütenmeer tauchen. Gleichzeitig startete die 9. Klasse der Waldorfschule Lübeck mit ihrem 16-tägigen Forstpraktikum, das sie heute auf die Kleine Heide führte. Zuerst zeigte Helmut Neumayer an einer abgestorbenen Schwarzföhre, wie ein Baum richtig mit der Motorsäge gefällt wird. Nach dem Wegräumen des Materials wechselte die Klasse auf die alten, verfüllten Steinbrüche. Dort wurden einige Früchte-tragende Götterbäume umgeschnitten und die Früchte in Müllsäcke zur fachgerechten Entsorgung durch den Wirtschaftshof gesammelt.

13 HelferInnen waren am Nachmittag dabei. Bei großer Hitze wurde der Oberhang südlich vom Naturdenkmal auf der Kleinen Heide gepflegt, wurden Buschaustriebe gezwickt und ausgehackt. Die Lübecker Klasse entfernte zahlreiche Gebüschnachtriebe auf den Steinbrüchen. Anschließend wurden die vor einigen Jahren gesetzten Speierlinge, Mandeln und Elsbeeren, deren Stamm schon ausreichend dick ist, vom Verbissgitter befreit und mit einem Verbissanstrich bestrichen, um sie vor den Krainer Steinschafen zu schützen.

Schulklassen HelferInnen

Sept
12

Heidepflegewoche - Montag

Schulklasse Schulklasse

Heute vormittags starteten die ersten Schulklassen mit der Heidepflege. Die SchülerInnen der 2E des BG&BRG Perchtoldsdorf nahmen sich das Zieselschutzgebiet vor und zwickten zahlreiche Büsche. Die 3E des BG&BRG Perchtoldsdorf arbeitete am Plateau östlich des Zieselschutzgebiets und lichtete Gebüschgruppen aus. 7 HelferInnen kümmerten sich um den Südhang der Kleinen Heide. Rund um die Felsen wurden zahlreiche Blutrote Hartriegel und Liguster gezwickt, im Graben große Büsche auf Stock gesetzt und die Barriere erneuert. Auf den Eichen fanden wir verschiedenste Gallen.

11 HelferInnen waren am Nachmittag dabei. Östlich der Weingärten auf der Großen Heide wurden dichte Schlehengebüsche ausgelichtet. Auf den locker stehenden Schlehen entdeckten wir zahlreiche Segelfalterraupen und Gottesanbeterinnen.

HelferInnen HelferInnen

Sept
11

Heidepflegewoche - Sonntag

HelferInnen HelferInnen

8 HelferInnen arbeiteten heute auf der Kleinen Heide. Rund um den Hochstand wurden stark überhängende Gebüsche, vor allem Haseln, ausgelichtet. Am Hangfuß wurde die Hecke auf Stock gesetzt und dahinter wieder die Büsche geschnitten. So kann Schäfer Erich Frank den Weidezaun wieder leichter aufstellen.

Am Nachmittag suchten 11 HelferInnen auf Grund der anhaltenden Hitze einen Schattenplatz für die Arbeit. Rund um den Kinskyfelsen im Kröpfgraben wurden Essigbäume, invasive und daher problematische Neophyten aus Nordamerika, weggeschnitten, zahlreiche Büsche und Brombeerranken gezwickt.

Sept
10

Heidepflegewoche - Samstag

HelferInnen HelferInnen

Bei prachtvollem Wetter mit Sonnenschein und fast 30°C arbeiteten 13 HelferInnen am Vormittag am oberen Südhang des Saugrabens. Mit dabei waren einige Mitglieder der Pfadfinder-Gilde Perchtoldsdorf und unsere aktuelle Praktikantin. Zahlreiche Haselstrauch-Austriebe wurden mit der Motorsäge gekappt, kleinere Sträucher mit der Astschere weggezwickt und Waldreben ausgehackt. Unter der Rinde einer stehenden, abgestorbenen Eiche fanden wir seltene, perfekt getarnte Rindenwanzen. Sie jagen zwischen Rinde und Holz nach anderen Insekten und Spinnentieren, ihr Körper ist daher stark abgeflacht.

Am Nachmittag waren 8 HelferInnen beim Pflegetermin dabei, darunter der neue Naturschutzreferent der OEAV-Sektion Austria. Wieder wurde im Saugraben gearbeitet, diesmal am östlichen Ende. Eine Hecke entlang des Weges wurde stark eingekürzt, der Steinriegel von Stockausschlägen befreit und im unteren verbrachteren Bereich viele Buschnachtriebe gezwickt. Zahlreiche Gottesanbeterinnen waren zu sehen. An kleinen Flaum- und Zerreichen fanden wir insgesamt 9 verschiedene Gallen.

Rindenwanze Gottesanbeterin

Aug
8
Aug
12

Naturerlebniswoche 2016

Kindergruppe Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche

Am 12. August startete zum 2. Mal die Naturerlebniswoche auf der Perchtoldsdorfer Heide.

Um 8 Uhr war Treffpunkt auf dem Heideparkplatz, von wo aus wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bildungsgarten machten. Dieser diente uns wie schon im Jahr zuvor als Basislager, von wo aus wir Ausflüge in alle Richtungen unternahmen. Dort hatten wir ein großes Zelt, das uns beim Essen, Malen und Basteln Schutz vor Sonne und Regen bot.

Da es das Wetter den Großteil der Zeit gut mit uns meinte, hatten wir viele Gelegenheiten die Tierwelt der Heide zu erforschen. Im Handumdrehen waren die Becherlupen gefüllt mit jeder Menge Heuschrecken, Gottesanbeterinnen, verschiedenen Schmetterlingen, Wespenspinnen & Co. Diese wurden ausführlich gemeinsam betrachtet und anschließend vorsichtig wieder in die Freiheit entlassen.

Die Kühle des Waldes nutzten wir am Nachmittag um unsere Sinne zu schärfen. Aus Bockerln, Laub, Moos, Steinen und Ästen bauten wir einen Barfußweg. Dieser wurde nach seiner Fertigstellung mit verbundenen Augen begangen. Es wurde mit viel Eifer ein Waldtipi aus Ästen gebaut, in dem die Kuchenjause dann gleich noch viel besser schmeckte.

Das heiße Wetter kam uns heuer auch bei unserem Ausflug an die Liesing zu gute. Mit Keschern wurden Krebse, Fische und verschiedene Insektenlarven gefangen. Außerdem bauten wir Flöße und testeten ihre Seetüchtigkeit. Das kühle Nass genossen die Kinder so richtig beim Herumtollen. Zwischendurch gab es zur Stärkung belegte Brote, Gemüse, Obst und Kuchen.

Auch von einem Regentag in der Mitte der Woche ließen wir uns nicht unterkriegen. Um uns warm zu halten, unternahmen wir eine kurze Wanderung zum Franz-Ferdinand-Schutzhaus, wo wir in eine mystische Nebelwelt eintauchten und an deren Ende wir mit jeder Menge Brombeeren belohnt wurden. Nach dem warmen Mittagessen wurden die niedrigeren Temperaturen bei der Verarbeitung und Gestaltung von Ton schnell vergessen.

Danach wurde das Wetter wieder trocken, blieb jedoch deutlich kühler als am Anfang der Woche, so dass wir das wärmende Lagerfeuer so richtig genießen konnten, an dem wir Würsteln aller Art sowie Maiskolben, Kartoffeln und Grillkäse grillten.

Selbstverständlich blieb zwischendurch auch noch genügend Zeit zum Entspannen, Basteln, Malen, Herumtollen und Ballspielen. Ehe wir es uns versahen war es Freitag 14 Uhr und es hieß Abschied nehmen.

Die Woche hat den Kindern und uns viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf die Naturerlebniswoche 2017!

Silvia Wilde & Flora Bittermann

Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche Naturerlebniswoche

Aug
6

Sensenkurs im Bildungsgarten

Auch der zweite Sensenkurs von Heinz Peikert, geprüftem Sensenlehrer des Sensenvereins Österreich, war mit 10 Personen sehr gut besucht. Nach dem individuellen Zusammenbau und Einstellen der Sense auf die jeweilige Körpergröße und einem "Trockentraining" der Bewegung, ging es in die Praxis. Beinahe der gesamte Bildungsgarten wurde so wieder gemäht und das Mähgut an Heinz' Schafe verfüttert.

Juli
07

Nachtführung

Mit Nachtpfauenaugen-Raupe

Heuer war das Wetter für unsere jährliche Nachtführung ideal - warm und relativ windstill. 23 BesucherInnen waren mit dabei, darunter auch unsere Schäferin Renate Frank! Nach einer Einführung zu den Lebensräumen der Heide, gab es viele Pflanzen und Tiere zu zeigen. Sogar eine Sägeschrecke bei der Häutung konnten wir entdecken! Unsere Fledermaus-Expertin Birgit Rotter erzählte viele spannende Geschichten aus dem Leben der Fledermäuse, dazu gab es umfangreiches Anschauungsmaterial, aber auch zum Hören und sogar Riechen. Nach einer kleinen Verkostung von Bio-Heidelamm-Produkten war es schließlich dunkel. Mit den Fledermausdetektoren konnten wir alsbald die ersten Fledermäuse hören und kamen schließlich zum Leuchtturm, den Schmetterlingsexperte Rudi Eis schon einige Zeit vorher aufgebaut hatte. Waren es zuerst neben zahlreichen Hautflügler, Käfern, Zikaden, Wanzen u.v.m. vor allem kleinere Schmetterlinge, so folgten nach einiger Zeit Kiefernschwärmer, Ligusterschwärmer und ein Weinschwärmer. Auch eine große Raupe des Wiener Nachtpfauenauges aus Zuchtbestand wurde begeistert beobachtet.

Fledermausgeschichten Schmetterlingsgeschichten Bei der Häutung. Raupe Wiener Nachtpfauenauge Ligusterschwärmer Ligusterschwärmer und Kiefernschwärmer

Juli
09

Führung für die Freunde des Botanischen Gartens Mainz

Freunde des Botanischen Gartens Mainz

Wir freuten uns sehr, die "Freunde des Botanischen Gartens Mainz", die für ein mehrtägiges, fachliches Exkursionsprogramm nach Wien gekommen waren, bei einer Führung auf der Heide begrüßen zu dürfen. Bei einer rund 3-stündigen Exkursion gaben wir detaillierten Einblick in das fachliche Management der Heide und die Schafbeweidung mit den Krainer Steinschafen der Familie Frank. Außerdem konnten wir natürlich zahlreiche Blütenpflanzen - heuer stand die Heide in besonders üppiger Blüte - und Insekten vorstellen. Auch für uns war der Austausch fachlicher Management-Erfahrungen mit den Experten des Vereins äußerst spannend. Beim Heurigen Zechmeister fand die Exkursion noch einen sehr gemütlichen Ausklang.

Am Aussichtspunkt Exkursionsgruppe

Juni
25

Sensenkurs im Bildungsgarten

Gruppenbild

Auch diesmal war der Sensenmähkurs im Bildungsgarten, abgehalten von Heinz Peikert, geprüftem Sensenlehrer des Sensenvereins Österreich, ein voller Erfolg. 13 KursteilnehmerInnen erlernten die Technik des Sensenmähens. Nach dem individuellen Zusammenbau und Einstellen der Sense auf die jeweilige Körpergröße und einem "Trockentraining" der Bewegung, ging es in die Praxis. Große Teile des Bildungsgartens wurden gemäht und anschließend noch das Heu zusammengerecht. Das Mähgut fand als wertvolles Futter für Heinz Peikerts Schafe wieder eine sinnvolle Verwendung.

Einführung Heinz Peikert

Juni
23

Heideführung

Beim Fotografieren

Im Rahmen der Heideführung mit 10 BesucherInnen stellten wir nicht nur das Heide-Management und zahlreiche Pflanzen und Tiere vor. Auch die Verkostung von Bio-Heide-Lamm-Produkten stieß auf große Begeisterung.

Juni
11

Heideschäfer Familie Frank als Wiesenmeister prämiert!

Prämierung Wiesenmeister © BPWW/N.Novak Familie Frank © BPWW/N.Novak Schafherde Schafherde Schafherde im Herbst

Höchstes persönliches Engagement, perfekte Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz, Beweidung von Flächen, die ökologisch zu den wertvollsten in Österreich gehören, großes Interesse für Tiere und Pflanzen, biologische Landwirtschaft, sorgsamer und liebevoller Umgang mit ihren Tieren, köstliche Produkte in regionaler Vermarktung, nachhaltige Fleischproduktion:

Erich und Renate Frank, Bioschafhof Sonnleitner – unsere Heideschäfer seit dem Jahr 2009 – üben ihren Beruf nicht nur aus, sie leben ihn!

Gemeinsam mit der Marktgemeinde Perchtoldsdorf schätzen wir uns glücklich, so hervorragende Kooperationspartner für die Beweidung von Heide und Hochberg zu haben, denn alleine einen Schäfer zu finden, der in der Nähe der Großstadt beweiden möchte, ist sehr schwierig.

Von April bis November sind die Krainer Steinschafe, eine seltene Schaf-Rasse, auf der Weide. Täglich kontrollieren die Franks, ob auf den Weiden alles in Ordnung ist, versorgen ihre Tiere mit Wasser. Im Winter haben die Schafe einen großen Laufstall und erhalten bestes Bio-Heu-Futter. Auf Silage und Kraftfutter wie Getreide, Soja oder Mais wird vollkommen verzichtet. Diese Art der Fleischproduktion ist somit keine Konkurrenz zur menschlichen Nahrungsproduktion, denn die Tiere fressen nur, was der Mensch nicht essen kann. In Direktvermarktung werden verschiedenste Fleisch- und Wurstprodukte verkauft. Gleichzeitig profitiert der Naturschutz, denn ohne Beweidung würden die wertvollen Trockenrasen zuwachsen. Neben Heide und Hochberg beweiden die Franks auch Trockenrasen am Eichkogel, im Naturschutzgebiet Heferlberg-Glaslauterriegel-Fluxberg in Pfaffstätten, in Bad Vöslau und im Steinfeld.

Heuer wurden Renate und Erich Frank für die Beweidung von Perchtoldsdorfer Heide und Fluxberg (Pfaffstätten) vom Biosphärenpark Wienerwald Management als – Wiesenmeister – ausgezeichnet und wurden sogar Wiesenmeister der Region. Noch nie erreichte ein Betrieb so viele Bewertungs-Punkte wie Familie Frank - die Punkte entstehen aus einer Bewertung der Beweidungsfläche und des Betriebs selbst! Ziel der Wiesenmeisterschaft ist es, die Leistungen der Landwirte für den Naturschutz und die Landschaftserhaltung ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen.

Weitere Infos zum Betrieb Frank und zur Beweidung der Heide können Sie in den Heidenews Nr.2/2013 nachlesen.

Eine Möglichkeit, die Produkte zu verkosten, gibt es beim Heidefest am 17. September.

Mai
20

Naturführung für die Perchtoldsdorfer PfadfinderInnen

Kinder im Bach

Heuer fanden die jährlichen Naturführungen für alle Kinder- und Jugend-Gruppen der Perchtoldsdorfer PfadfinderInnen ein bisschen weiter entfernt von der Heide - an der Reichen Liesing, im renaturierten Bereich bei der Willergasse statt, denn der Lebensraum Gewässer stand auf dem Programm. Mit Fangnetzen ausgerüstet wurden von den Kindern und Jugendlichen zahlreiche Insekten(larven) und natürlich auch Nordamerikanische Signalkrebse entdeckt.

Tierwelt erforschen Nordamerikanischer Signalkrebs Forschen im Bach

Mai
19

Heideführung abgesagt, Verkostung von Heide-Lammprodukten

Leider begann es diesmal knapp vor Beginn der Heideführung zu gewittern und wir mussten die Heideführung absagen. Für alle, die bereits am Treffpunkt waren, gab es aber noch eine Verkostung von einigen kalten Bio-Heide-Lammprodukten (Lammzungen- und Lammleber-Aufstrich, Kärtner Würstel und Lamm-Leberkäse) von Familie Frank - Bioschafhof Sonnleitner. Die Verkoster waren alle sehr begeistert.

Mai
9
Mai
11

Schulprojekt 2016

Schulklasse auf der Heide Dosenlupen verteilen Kinder mit den Tieren

Jedem Perchtoldsdorfer Volksschulkind eine Heide-Exkursion mit Biologen zu ermöglichen, für das wertvolle Gebiet im Heimatort und die besonderen Tiere und Pflanzen zu begeistern, aber auch über das richtige Freizeitverhalten zu informieren – das sind die Ziele des alle vier Jahre stattfindenden Heideschulprojekts.

Heuer war es wieder so weit: 19 Klassen mit 360 Kindern der Volksschulen Sebastian-Kneipp-Gasse und Roseggergasse, des SPZ Perchtoldsdorf und der Montessorischule Am Sonnberg erforschten gemeinsam mit unseren BiologInnen Flora Bittermann, Eva Bulwa, Michaela Hofmann, Sonja Latzin, Manuel Steiner und Silvia Wilde die Lebensräume der Heide, entdeckten besondere Arten wie die Sägeschrecke und lernten bei einer Station der Umweltspürnasen mit Dana Lambropoulos den richtigen und respektvollen Umgang mit heimischen Schlangen kennen.

Für weitere 10 Klassen finden die Führungen im Herbst statt. Das Heideschulprojekt wird vom Heideverein organisiert und durchgeführt.

Die Finanzierung erfolgt über Heideverein, Marktgemeinde Perchtoldsdorf sowie eine Naturschutz-Förderung aus der Ländlichen Entwicklung (EU-Agrarpaket) durch das Land Niederösterreich und die EU.

Wir danken Martin Strutzenberger herzlich für die Fotos zum Schulprojekt!

Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung Heideführung

April
07

Heideführung

März
05

Pflegetermin auf der Großen Heide

Frühlings-Pflegetermin Heide

10 HelferInnen waren beim Pflegetermin dabei. Der "Zieselzaun" wurde repariert, hineinwachsende Büsche entfernt und das Gras entlang des westlichen Zaunabschnitts mit der Sense gemäht. Das stachelige Schnittgut wurde genutzt, um die Dornenbarrieren entlang der Straße auszubessern.

Feb
27
Pflege Naturdenkmal TattendorfBeim Büsche ausreißenÜberblick

Pflegetermin im Naturdenkmal Trockenrasen in Tattendorf

Ein kleiner bemerkenswerter Trockenrasen am Ufer der Piesting wurde auf Initiative von Prof. Otto Moog von der Gemeinde Tattendorf unter Naturdenkmal gestellt. Die Trockenrasenfläche war in den letzten Jahren bereits beweidet bzw. gemäht worden, große Flächen jedoch vor allem mit dichten Gebüschen von Blutrotem Hartriegel bedeckt. Wir unterstützten den Kultur- und Verschönerungsverein sowie die Berg- und Naturwacht beim ersten gemeinsamen Pflegetermin. Große Bereiche von Blutrotem Hartriegel wurden ausgerissen, die Flächen können so im nächsten Jahr gemäht werden. Selbstverständlich blieben einige stachelige Gehölze als Nistplatz stehen, Schlehen und Ligusterbüsche als Futterpflanzen für verschiedenste Schmetterlingsraupen und als Windschutz. Insgesamt waren 36 HelferInnen mit dabei.

Feb
20
HelferInnen Büsche zwicken

Pflegetermin am Hochberg

Beim jährlichen Frühlings-Pflegetermin am Hochberg halfen 14 Freiwillige mit. Der östlichste Hang wurde händisch von zahlreichen Gebüschaustrieben freigeschnitten.

Feb
12
Beim Auspacken der Bäume Beim Wiedereinpacken der Bäume Baumpflege

Pflege der Mandelbäume in den Weingärten

Im Rahmen des Projektes "Vielfalt Kulturlandschaft Perchtoldsdorf" des Weinbauvereins Perchtoldsdorf (koordiniert und fachlich unterstützt vom Biosphärenpark Wienerwald Management) hatten wir dem Weinbauverein vor einigen Jahren 52 selbstgezogene Mandelbäume von Mandelbäumen aus der Region der Thermenlinie geschnenkt, die von den Haurern an verschiedenen Böschungen ausgepflanzt worden waren. Die Bäumchen sind mittlerweile sehr gut angewachsen - wichtig war vor allem sie noch relativ klein auszupflanzen, da sonst die Gefahr des Vertrocknens sehr groß ist. Mit der Zeit bildet sich ein großes und gutes Wurzelsystem aus, das die Wasserversorgung gewährleistet, dann kann der Baum in die Größe wachsen. Heuer war dringend ein Pflegeschnitt notwendig. Zu fünft packten wir die Bäume aus dem Baumschutz aus, führten den Pflegeschnitt durch und packten die Bäumchen so wieder ein, dass der Baum nicht bei Wind am Baumschutz reibt.

Jan
01

Silvester 2015/Neujahr 2016

HelferInnen Silvestermüll

In jährlicher Tradition waren auch heuer am 1.1. ab 7:30 Uhr fleißige HelferInnen auf der Heide unterwegs, um die Reste der Silvesterfeierlichkeiten zusammenzuräumen, bevor sie von Schnee bedeckt und später die Schadstoffe aus den Raketenresten in den Boden geschwemmt werden.

Glücklicherweise war auch diesmal - wie schon in den letzten Jahren - das Müllaufkommen relativ gering. Leider gab es einen zerstörten Mistkübel. Auch einige Flaschen waren heuer wieder einzusammeln - die Gefahr, dass sie zerbrechen und sich später Heidebesucher, Schafe oder andere Tiere verletzen ist groß. Piraten und andere Kracher waren wie in den letzten Jahren zum Glück auf ganz wenige Ausnahmen beschränkt. Sehr unangenehm und erstmals beim Silvestermüll dabei waren die relativ festen Metall-Stäbchen von Sternspritzern. Sie sind im Gras auf Grund ihrer dunklen Farbe kaum zu sehen. Beim Rodeln oder Tollen auf der Wiese ist die Verletzungsgefahr beträchtlich und auch die Schafe können sich diese spitzen Metall-Stäbe zwischen die Klauen stechen.

Wir danken allen Silvester-HeidebesucherInnen, die zu Silvester auf die Heide und ihre seltenen Tiere und Pflanzen Rücksicht nehmen! Gleichzeitig appellieren wir an alle Silvester-Gäste auf der Heide auf Raketen und Kracher zu verzichten, keine Feuer anzuzünden und keinesfalls Flaschen ob klein oder groß oder Metallteile wie Sternspritzer-Stäbe liegenzulassen, keinesfalls Glas zu zerbrechen und stattdessen den Ausblick über Perchtoldsdorf und das Wiener Becken zu genießen. Dort werden genügend Raketen gestartet. Müll bitte in den Müllbehältern entsorgen und die teure Infrastruktur aus Tafeln, Mistkübeln, Gassi-Sackspendern etc., die den Heidebesuch für alle so angenehm wie möglich machen sollen, unbeschädigt zu lassen!

Info Feuerwerk & Schadstoffe: Besonders die Feuerwerksreste - von fest bis gasförmig - sind eine Bedrohung für das wertvolle Naturgebiet, enthalten sie doch große Mengen an Salpeter (Nitrate, die eine in Trockenrasen unerwünschte Düngung verursachen), Schwefel und giftigen Schwermetallen, die ausgewaschen werden und den Boden und die besonderen Pflanzen und Tiere der Heide extrem belasten. Am 1. Jänner liegen übrigens die Messwerte für diverse Schadstoffe in der Luft in und um Wien meist kurzfristig bei mehr als dem 100fachen der erlaubten Grenzwerte! Vor allem für die jungen Heidebesucher, aber auch für die Schafe, Hunde und Wildtiere sind die giftigen Feuerwerksreste eine nicht zu unterschätzende Gefahr!

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